Sonntag, 21. Juli 2019

Tirols verkehrsbeschränkende Maßnahmen bringen Schwung in die europäische Verkehrswende



Aktuell sorgt die Tiroler Verkehrspolitik für ziemlich viel Aufsehen, vor allem in Deutschland. Arbeitstreffen und Verhandlungen sowie Pressetermine wie zB heut früh um 5.40 Uhr ein Liveeinstieg bzgl der LKW-Dosierung beim Checkpoint Kiefersfelden fürs ARD Morgenmagazin haben sich in den vergangenen Wochen intensiviert und werden sich gewiss auch fortsetzen.

Das ist gut so, denn unsere drastischen Maßnahmen - Fahrverbote und Dosierungen von LKWs und PKWs - sind „nur“ Notwehrmaßnahmen zum Selbstschutz der Menschen, die in Tirol leben. Wir wissen, dass diese Maßnahmen nur Symptombekämpfung einer völlig falsch gewickelten verkehrspolitischen Realität in der EU sind
.
Wir wissen, dass wir neben dem Ausbau und der Attraktivierung der Schienenverkehre für Personen und Güter vor allem KOSTENWAHRHEIT auf der Straße herstellen müssen. Mit einem Mautsystem, dass alle externen Kosten den Verursachern verrechnet und alle digitalen Möglichkeiten nutzt. Mit einer ökosozialen Steuerreform, die die Härten dieser Veränderung mit Einschleifregelungen, steuerlicher Entlastung von Arbeit, Reform des PendlerInnenpauschales und Öko-Bonus abfangen kann.

Unsere Fahrverbote und Dosierungen haben die Notwendigkeit dieser ökologische Veränderung des Steuersystems oben auf die politische Agenda gebracht.
Das ist ein wichtiger Schritt, aber noch lange nicht genug!

Samstag, 20. Juli 2019

Wenn der Naturschutz baggert



Es gibt Projekte, die dem Naturschutz, dem Umweltschutz oder auch dem Klimaschutz dienen, für deren Umsetzung Bagger und anderes schweres Gerät zum Einsatz kommen. Diese Projekte bedeuten jeweils einen Eingriff in den bestehenden Lebensraum von Tieren und Pflanzen und erfordern eine ganz besonders achtsame Abwägung, ob die angestrebte Verbesserung der Gesamtsituation die Beeinträchtigung oder gar irreversible Störung eines Teilbereichs aufwiegen kann.

Diese Entscheidungen sind nie einfach und werden deshalb immer unter Einbeziehung unterschiedlichster ExpertInnen und ihrer Sichtweisen getroffen. Oft muss man sich als nicht im Detail informierteR BeobachterIn sehr umfangreiche Informationen beschaffen, um die Gründe für diese menschlichen Eingriffe in die Natur zum Wohle der Natur nachvollziehen zu können.

Bei zwei aktuellen Beispielen in Tirol werden im Lechtal und im Gurgltal vor Jahrzehnten vorgenommene Begradigungen und Verbauungen von Flussbetten rückgebaut, um den Flüssen ihren ursprünglichen Raum zum Meandern und für die Bereitstellung von ganz besonderen Lebensräumen zurückzugeben. Gleichzeitig gewinnen auch wir Menschen wunderschöne Erholungsräume.

Manchmal ist es dabei notwendig, einen Schritt aus dem eigenen Schrebergarten hinaus zu wagen und einen Blick auf das große Ganze zu richten, um besser verstehen zu können, warum eine Maßnahme zum Wohle aller Sinn macht.

Natur- und Klimaschutz sind keine Konkurrenten, sie sind Geschwister und wir müssen beide Schutzaufgaben gemeinsam und umfassend betrachten. Und es ist wie bei uns Menschen: Wenn wir ausschließlich dem Interesse eines einzelnen nachkommen und auf ein solidarisches Miteinander verzichten, geht das ganz bestimmt zu Lasten anderer und richtet nachhaltigen Schaden an.


Naturnah erholen

Pfauenauge, Jagdhausalmen, Defereggental

Gestern und heute durfte ich wieder einmal wunderbare Eindrücke und Erlebnisse im Nationalpark Hohe Tauern, einem der schönsten Flecken von Österreich, sammeln. Und das gehört zu meinem Job, welch ein Glück ich doch hab!

Die unberührte Natur im Innergschlöss oder auch im Defereggental bietet unglaubliche Schönheit wie zB den Salzbodensee, das Pfauenauge oder auch das Auge Gottes.

Salzbodensee, Innergschlöss

Diese Naturjuwelen, die strengsten Schutz genießen, sind die Attraktionen des naturnahen und klimafreundlichen Tourismus, der in Osttirol stattfindet. Zertifizierte Partnerbetriebe des Nationalparks bieten qualitätsvolle Unterbringung und Verpflegung; Ranger, BergführerInnen und HüttenwirtInnen erzählen von den Schönheiten der Natur, den Anforderungen ans Wirtschaften in diesem sensiblen Lebensraum und von den unübersehbaren Auswirkungen des Klimawandels.

Schlatenkees, Innergschlöss 

Falls ihr euren Urlaub noch nicht geplant habt und auf der Suche nach einer klimaschonenden und entschleunigten Auszeit (teilweise auch gezwungenermaßen offline!) seid, darf ich euch ganz herzlich einladen, nach Osttirol in den Nationalpark Hohe Tauern zu kommen. Gerade an besonders an heißen Tagen ist diese klimafreundliche Sommerfrische eine Wohltat für Körper, Geist und Seele!





Donnerstag, 18. Juli 2019

Gemeinsam Garteln


Naturnahes Garteln im eigenen Garten, im Gemeinschaftsgarten oder gleich in der ganzen Gemeinde ist ein immer populärer werdender Trend, der längst schon in Tirol angekommen ist.

Seit 2014 gibt es in Tirol die Plattform Natur im Garten, die Beratung, Fortbildung und Zertifizierunen für naturnahe Gärten und Gemeinden anbietet.

Heuer findet im September eine interessante Tagung zum Thema Gemeinschaftsgärten und essbare Gemeinden im Wipptal statt, die für alle Interessierten offen ist. Details finden sich hinter dem Link. 👆🏽

Mobilitätswende voranbringen



Jedes Jahr zeichnet der der Verkehrsclub Österreich https://www.vcoe.at/ innovative und gelungene Projekte der Mobilitätswende aus. Heuer wurden 388 Projekte in den 12 Kategorien von "Aktive Mobilität" über "Digitalisierung und Automatisierung" bis zu "Öffentlicher Verkehr und Multimodalität" eingereicht. Das ist neuer Rekord und zeigt, dass es immer mehr Initiativen für klimagerechte Mobilität gibt.

Aus diesen zahlreichen Projekten wählt eine Fachjury 60 Projekte aus, die in die engere Wahl kommen und die durch ein Publikumsvoting unterstützt werden können. Ich bin sehr glücklich darüber, dass heuer 8 der 60 nominierten Projekte in Tirol initiiert und umgesetzt wurden. Das zeigt, dass sich gerade in Tirol viel Innovatives und Zukunftsfähiges tut.

Nachdem Tiroler Projekte bereits in den vergangenen Jahren eine Auszeichnung in der einen oder anderen Kategorie verliehen bekommen haben, fiebere ich natürlich auch heuer wieder mit, ob wir zum Beispiel mit unserem neuen VVT-Ticketshop https://vvt.at/page.cfm?vpath=tickets#ticketshop
erfolgreich sein werden.

Ich darf euch alle einladen, euch einen Überblick über die tollen Projekte zu verschaffen und fleißig mitzuvoten:  https://www.vcoe.at/voting

Mittwoch, 17. Juli 2019

Gemeinsam gegen Abfall


„United against waste“ ist eine Inititative von allen Bundesländern gemeinsam mit vielen wichtigen PartnerInnen und Sponsoren, mit der wir uns schon seit 2016 der Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Großküchen verschrieben haben.

Heute haben wir gemeinsam mit MedienvertreterInnen ein Vier-Sterne-Hotel mit Halbpensionsbetrieb besucht, wo das Angebot der Initiative in Kooperation mit der Wirtschaftskammer angenommen und so die Abläufe in der Küche & im Service optimiert, Lebensmittelabfälle reduziert und beträchtliche Kosten eingespart wurden.

Die engagierte Küchenchefin Nicole Ortner hat begeistert über die positiven Effekte auf die Arbeitszufriedenheit der Küchencrew erzählt und konnte auch von durchwegs positiver Resonanz der Gäste berichten.

Ein super Beispiel, dass achtsamer und klimagerechter Umgang mit Ressourcen Mehrwerte auf allen Ebenen und in jeglicher Hinsicht schaffen kann.

Dienstag, 16. Juli 2019

Klimaschutz ins Parlament






Völlig zurecht wird gefordert, dass aktiver Klimaschutz nicht nur auf kritische Konsument*innen abgewälzt werden darf. Völlig zurecht erwarten wir von verantwortlichen Politiker*innen die Schaffung von Rahmenbedingungen, die uns klimagerechtes Verhalten ermöglichen und vereinfachen. Nur: diese Politiker*innen müssen wir halt auch zu diesen Entscheidungen ermächtigen! Das heißt wir müssen die wählen, denen wir zutrauen, diese Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Krux ist, dass das Einleiten und Befördern der notwendigen Verhaltensänderung nicht selten mit wenig populären Entscheidungen verbunden ist. Wer so wie ich schon mal Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Autobahn aus Klimaschutz- und Luftreinhaltungsgründen durchgesetzt hat oder auch Mittel aus der Naturschutzabgabe nicht mehr aufs Sparkonto legt, sondern in die Förderung von aktiven Klimaschutz setzt, weiß, dass der Gegenwind aus allen Richtungen kommen kann.

Aber wenn wir fordern und wollen, dass "die Politik" die notwendigen Regeln und Rahmenbedingungen für eine klimagerechte Zukunft schafft, dann sollten wir unser Kreuzerl bei der Partei machen, der wir am ehesten zutrauen, auch die unbequemen Notwendigkeiten zu benennen und durchzusetzen. Da gibt's nach meinen Erfahrungen nur eine seit Jahrzehnten glaubwürdige Option: Die Grüne Alternative!

Ich finde ja nicht, dass Klimaschutz "weh tun" muss, wie manch eineR aktuell so behauptet. Schmerzen muss es uns nicht bereiten, klimagerechter zu leben, aber unseren Lebensstil verändern müssen wir schon. Nur das kann auch sehr lustvoll und befreiend, gesundheitsförderlich und befriedigend sein. Und darin liegt unsere große Chance!

Montag, 15. Juli 2019

Ein Ticket für alle/s


Weil momentan grad eine interessante Diskussion über ein richtig günstiges, österreichweit gültiges Öffi-Ticket für alle Bus-, Bahn- und Bim-Angebote und für alle BezieherInnengruppen läuft, möcht ich ein paar Dinge zusammenfassen, die in den vergangenen Jahren gelungen sind bzw. woran wir noch scheitern.


FLATRATE IN DEN BUNDESLÄNDERN

In Wien, Vorarlberg und Innsbruck (dort wo Grüne für die Mobilitätspolitik regierungsverantwortlich sind) gibt es bereits funktionierende Flächentickets nach dem Flatrate-Prinzip (ein Pauschalpreis fürs ganze Jahr für alle Öffis für alle NutzerInnengruppen).
https://www.newsroom.pr/at/vvt-tarifreform-positive-zwischenbilanz-nach-stufe-1-14471

In anderen Bundesländern gibt es solche Angebot bisher nur für SchülerInnen, Lehrlinge, Studis und/oder SeniorInnen.

Wir haben bereits dafür gesorgt, dass diese Flächentickets bundesländerübergreifend kombiniert werden können (wer zB ein Vorarlberger Maximo und ein Tiroler Jahresticket hat, kann das einfach kombinieren) bzw. dass ÖBB-Einzelfahrten an den Verbundgrenzen drangestückelt werden können.
https://www.meinbezirk.at/innsbruck/c-motor/oeffi-fahrt-ohne-halt_a2049702

Wenn wir eine österreichweites Öffiticket wollen, brauchen wir Flaterates für alle NutzerInnen in allen Bundesländern.


TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN

Für den Vertrieb und das sogenannte Clearing im Hintergrund (die Verrechnung der Einnahmenanteile zwischen den Verbünden bzw. Verkehrsträgern) brauchen wir nicht nur faire, wasserdichte Verträge, sondern auch digitale Infrastruktur. Auch daran arbeiten einige ExpertInnen und PolitikerInnen aus den Bundesländern schon seit Jahren und haben die Basis für ein Österreich-Ticket geschaffen.

Herzstück des Vertriebs ist dabei der Ticketshop WILDSPITZE, den ÖBB, der Tiroler Verkehrsverbund und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe gemeinsam erarbeitet haben und in den bis Ende 2019 alle anderen Verbünde als Partner integriert werden sollen. Vorarlberg ist jetzt schon mit dabei!
https://www.newsroom.pr/at/vvt-tarifreform-stufe-2-per-1.4.-neuer-vvt-ivb-ticketshop-geht-online-14634


ANGEBOT BRAUCHT MENSCHEN UND GEFÄßE

Als Gefäße bezeichnen die Öffi-Experten die Fahrzeuge, egal ob Bus, Bahn oder Bim. Die brauchen wir, um das notwendige Angebot für zusätzliche Fahrgäste auf den gut erschlossenen Achsen bereitzustellen bzw. auch um weiße Flecken auf der Öffi-Landkarte abdecken zu können.
Wir setzen in weniger urbanen Räumen auch zunehmend auf Mikro-ÖV (bedarfsgerecht eingesetzte Kleinbusse). https://www.newsroom.pr/at/taxi-bitte!-oeffis-auf-abruf-in-osttirol--14177

Bei jeder Angebotserweiterung oder auch Preissenkung muss mitbedacht werden, dass der Vorlauf für neue Zug- und Straßenbahngarnituren ungefähr fünf Jahre, für neue Busse in der Hauptverkehrszeit (da wo praktisch alles Verfügbare bereits im Einsatz ist) rund ein Jahr beträgt.
Auch hier haben viele Verbünde und auch die ÖBB bereits vorgesorgt, aber selbst wenn der Beschaffungsvorgang bereits im Finale ist, die neuen Garnituren für Tirol zB kriegen wir erst (!) nächsten Sommer geliefert.
https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/artikel/aktuelles-aus-der-regierungssitzung-24/ 

Was mittlerweile eine zusätzliche Herausforderung darstellt, sind die fehlenden Arbeitskräfte in allen Bereichen der öffentlichen Verkehrsdienstleistung. Von den PlanerInnen bis zu den FahrerInnen, dem technischen Personal bei der Bahn bis hin zum Servicepersonal - jede Menge Jobs verfügbar und zu wenige Menschen, die sich dafür interessieren bzw. die notwendige Ausbildung mitbringen.


GRATIS GIBT'S NICHTS

Wenn jetzt plötzlich viele meinen, "Gratis-Öffis" wären die einfachste Maßnahme für wirksamen Klimaschutz, dann haben sie recht, aber noch nicht die ganze Geschichte erzählt. Gratis gibt es nämlich nicht, denn wenn der Fahrgast den Unkostenbeitrag für die Fahrzeuge, die Löhne und Gehälter, die Treibstoff- oder Energiekosten usw. nicht entrichten soll, dann wird es die SteuerzahlerIn tun müssen.

Das muss uns allen klar sein: Wenn wir ein preislich attraktives Österreich-Ticket für alle und alles haben wollen, kostet das richtig viel Steuergeld! Ich bin absolut dafür, das in die Hand zu nehmen und ordentlich in den Öffentlichen Verkehr zu investieren, denn für mich ist funktionierender, flächendeckender ÖV ein Beitrag zur Daseinsvorsorge.
https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/artikel/ein-jahr-vvt-tarifreform/

Nur da muss dann auch der Bund, die nächste Bundesregierung endlich klotzen, nicht kleckern! Die fünf (die beiden ExpertInnen #6 und #7 nicht mitgemeint) VerkehrsministerInnen, mit denen ich in den vergangenen sechs Jahren zusammenarbeiten durfte, haben die notwendigen Mittel bisher nicht bereitstellen können. Und so lange die Steuerhoheit beim Bund ist, können wir seitens der Bundesländer mittelgroße Schritte setzen und das notwendige Geld aus unseren Landesbudget rausquetschen, aber für den großen Wurf braucht es dauerhaft abgesicherte zusätzliche dreistellige Millionenbeträge im Bundesbudget für den öffentlichen Verkehr.

Woher nehmen? Ganz einfach eine ökosoziale Steuerreform umsetzen: Weg mit den Steuerprivilegien für Diesel und Kerosin, Einführung einer CO2-Steuer und Reform der PendlerInnenpauschale samt Ökobonus und dann die zusätzlichen Einnahmen für eine echte Revolution im öffentlichen Verkehr einsetzen.

Die PartnerInnen in den Bundesländern, bei den Verkehrsverbünden, bei den Verkehrsunternehmen stehen alle bereit und haben schon viel vorbereitet. Was es braucht ist ein eindeutige Prioritätensetzung der nächsten Bundesregierung!


Sonntag, 14. Juli 2019

Raum für Begegnungen schaffen



Heut konnten wir Tirols erste Begegnungszone auf einer Landesstraße eröffnen. Das ist ein Meilenstein in der Prioritätensetzung im Verkehrsraum in Tirol.

In der lebens- und liebenswerten Gemeinde Prutz im Tiroler Oberland hat der engagierte und diplomatische Bürgermeister Heinz Kofler  alle Hebel in Bewegung gesetzt und viele Verbündete gesucht und gefunden, um seinem Dorfzentrum Entschleunigung und noch mehr Lebensqualität zu schenken.

Dass eine Landesstraße mit Schwerverkehrsnutzung mitten durchs Dorf geht, hat die PrutzerInnen nicht daran gehindert, in einem breiten Beteiligungsprozess Ideen und Interessen zusammenzuführen und nun einen tollen Platz mit großartiger Aufenthaltsqualität und Begegnungszone  zu errichten.

Ich durfte diese Projekt in den vergangenen Jahren unterstützend begleiten und freu mich, dass diese Innovation trotz aller Widerstände  und Zweifel gelungen ist. Und ich hoffe natürlich auf viele Nachahmer-Gemeinden.

Weitere Infos findest du hier: https://www.tt.com/politik/landespolitik/15852076/auf-der-goldenen-strasse-zur-verkehrsberuhigung


Samstag, 13. Juli 2019

Her mit Radwegen! Für alle!



Die Entscheidung für das „Radland Tirol“, viel Verhandlungsgeschick und großartige Menschen in der Realisierung machen es möglich: Wir schaffen immer mehr Radwege! Heute konnten wir den Eibergradweg eröffnen.

Als Alternative zum Auto, als Attraktion für Tourist*innen.
Klimaschutz funktioniert nicht über Notstandserklärungen, sondern über konsequente Arbeit!

Mehr Infos hier: https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/artikel/lhstv-geisler-ausbau-der-radinfrastruktur-in-tirol-hat-prioritaet/

Video zur Feierlichkeit: https://www.facebook.com/444596325686433/posts/1769361733209879?s=842308360&v=e&sfns=mo


Freitag, 12. Juli 2019

Gsund, günstig, gschmackig

Das Projekt „DoppelPlus“ ist eine Initiative des Landes Tirol gemeinsam mit dem Klimabündnis Tirol, der Caritas, Energie Tirol, alpS und komm!unity, die darauf ausgerichtet ist, die finanziellen Vorteile für Haushalte zu verdeutlichen, wenn sie sich klimafreundlich verhalten.

Klimaschonendes Verhalten kann man sich leisten, ja es kann sich rentieren, wenn man es clever macht!

In den vergangenen Jahren haben wir ehrenamtliche Klima- und Energiecoaches ausgebildet, die mit viel Engagement und mehrsprachigen Fähigkeiten, Interessierte beraten, wie sie Vorteile nützen und das Klima schützen können.

Und heute haben wir das brandneue Kochbuch „gsund, günstig, gschmackig“ mit klimafreundlichen Rezeptideen vorgestellt. Saisonale & regionale Zutaten für die Gerichte helfen beim Klimaschutz und bringen neue Vielfalt in den Speiseplan.
Auch die Liebe zur Umwelt geht durch den Magen!

Kaufen kann man das Kochbuch nicht, sondern es ist ein Geschenk, wenn du eine DoppelPlus-Beratung in Anspruch nimmst!
Oder hier zum Download: https://www.doppelplus.tirol/de/downloads/

Alle Infos dazu findest du unter www.doppelplus.tirol

Donnerstag, 11. Juli 2019

Lienzer Bahnhof wird Mobilitätsdrehscheibe


Gemeinsam mit der treibenden Kraft hinter diesem tollen Mobilitätsprojekt, der Bürgermeisterin von Lienz Elisabeth Blanik und dem Vorstandsdirektor von Österreichs größtem Klimaschutzunternehmen, dem Chef der ÖBB Andreas Matthä, konnte ich heute den Spatenstich für das Mobilitätszentrum in Lienz vornehmen.

Nach Jahren intensiver Verhandlungen wird nun ein Gesamtkunstwerk umgesetzt. Durch den gemeinsamen Willen zur Kooperation erweitern wir den Bahnhof um optimale Verknüpfungen zum Bussystem, zum Radverkehr und erschließen das Stadtzentrum fussläufig.
Diese Neugestaltung wird das nächste Prunkstück der Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr in Tirol.

Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umsetzen geht nur in guter Kooperation von allen! Und es braucht Mut, Kraft und einen langen Atem!

Angewandter Klimaschutz

Seit meinem letzten Blogpost hat sich sehr viel verändert, sowohl für mich persönlich als auch politisch. Vieles war schwierig, Etliches lehrreich, Einiges sehr schmerzhaft, aber letztlich ist eine Veränderung höchst erfreulich: Mittlerweile haben offenbar alle verstanden, dass wir aktiven Klimaschutz und engagierte Klimawandelanpassung im Dialog und Kooperation mit allen BürgerInnen und Institutionen in einem solidarischen Miteinander brauchen. Und zwar global, effektiv und rasch!

Viele fordern zu recht, dass nicht nur angekündigt und geredet, sondern auch konkret umgesetzt wird.
Um zu zeigen, welche konkreten Maßnahmen für den Klimaschutz in Tirol ich bereits auf den Weg bringen bzw. umsetzen konnte, reaktiviert ich meinen Blog.

Das wird hoffentlich eine gute Mischung aus Rückblick, Liveticker und Vorschau auf Projekte des angewandten Klimaschutzes mit einer Gemeinsamkeiten: Konkret muss es sein!

Anfangen möcht ich mit einem Verweis auf eine frisch veröffentlichte Zusammenschau der Klimaschutzarbeit der vergangenen zwei Jahre. Topaktuell auf der Seite des Landes Tirol, der Klima-Fortschrittsbericht 2018/19, in dem man einen guten Überblick über die großen Züge unserer Aktivitäten gewinnen kann.

Wünsche interessante Lektüre!

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/landesentwicklung/klimaschutz/downloads/Klima-Fortschrittsbericht_2018_2019.pdf