Mittwoch, 7. Oktober 2015

Grün macht Wien besser



Ich glaub nicht, dass Politik alle glücklich machen kann. Es gibt ein Gemeinwohl, aber wir sind trotzdem InteressensvertreterInnen. Meine Wiener Amtskollegin hat sich in den letzten Jahren sehr viel gefallen lassen müssen, neben den öffentlichen Anfeindungen bis hin zu übermotivierten Rechten, die sie bei privaten Unternehmungen und am Weg zu öffentlichen Auftritten versteckt gefilmt haben. Es ist ein Schema von Beleidigungen und Einschüchterungsversuchen, das die allermeisten Frauen kennen. Die Wiener Vizebürgermeisterin hat sich nicht einkriegen lassen und einen großen Beitrag dazu geleistet, dass Wien heute eine offenere, buntere und kinderfreundlichere Stadt geworden ist. Ja: Kinderfreundlich.

Es hat eine grüne Regierungsbeteiligung in Wien gebraucht, um die höchste Mindestsicherung für Kinder einzuführen – 70 Euro mehr pro Kind und Monat gibt es seit 2010 für armutsgefährdete und arme Menschen in Wien. Öffentlichen Verkehr zu fördern und die Autos zumindest aus einigen Straßen ganz zu verbannen, ist auch kinderfreundlich: Bessere Luft, mehr sichere Gegenden, wo auch kleine Kinder selbstständig spazieren können und mehr Anteil am öffentlichen Raum, der nicht zugeparkt ist: kinderfreundlich. Mit den Wientaltrassen gibt’s dazu neue Naherholungsflächen in der sonst recht grauen Naschmarktgegend. In der Verkehrspolitik gibt’s statt noch mehr innerstädtischen Tiefgaragen größere Auffangplätze für Autos an den Stadteinfahrten. Die Stadt gewinnt so mehr Gestaltungsspielraum für die Stadtplanung – von Spielplätzen, über neue Grünflächen bis zu Radwegen und konsumfreien Aufenthaltsbereichen im öffentlichen Raum: kinderfreundlich. Das alles macht die Stadt freundlicher, ruhiger und gesünder: Und dazu gibt’s den Kindergarten und die Nachhilfe in der Schule kostenlos. Grün in Wien ist gut für die Kinder.  

Man wählt nur mit dem Herzen gut, steht auf unseren Plakaten. Ich finde, Hirn dazuschalten hilft. Und dann kommt man bei einem Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre von verkehrsberuhigten Parkstraßen über die erwähnten sozialpolitischen Errungenschaften bis zu den Leuchttürmen Mariahilferstraße und 365-Euro-Ticket drauf, dass Wien mit Mary Vassilakou besser geworden ist. Und so soll es auch weiter gehen: da geht noch mehr.


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