Montag, 10. August 2015

Pannenstreifenprovisoriumsprognose



Es gibt ein paar Dinge, die sind so und die werden immer so bleiben. Wenn ich an einem Sommertag wie heute zuviel Eis esse, wird mir danach der Bauch weh tun. Wenn das Wetter so gut ist, wie im Moment, werden die Einnahmen der Freibäder in die Höhe schießen. Wenn der FC Wacker Innsbruck so gut spielt, wie momentan, werden wir bald einmal wieder auf einer knallvollen Nordtribüne stehen. Wenn mehr Menschen in der Stadt wohnen wollen, werden die Mieten dort immer weiter steigen. Und wenn's Freibier gibt, hilft das meistens, dass ein paar Leute mehr zu Veranstaltungen kommen.

So ist das auch mit der Pannenstreifenprovisoriumsprognose: Das Ding bereitet der Bund jetzt vor, um zu beweisen, dass eine dreispurige Autobahn mehr Autos transportieren kann, als eine zweispurige Autobahn. Die Pannenstreifenprovisoriumsprognose wird keine Aussage darüber treffen, wie unsere Rettungskräfte zu Unfallstellen kommen, wenn der Pannenstreifen verstopft ist und wie die doppelte Rettungsgasse funktionieren soll, wenn schon die einfache Rettungsgasse nicht so recht klappen will. Aber es wird eine Positivpannenstreifenprovisoriumsprognose werden, darauf können wir uns verlassen. 

Immer richtig ist auch, dass weniger Autos bei gleicher Geschwindigkeit und dass gleich viel Autos bei weniger Geschwindigkeit weniger Abgase verursachen. Wir sehen das im Inntal, wo wir mit dem Luft-100er so viel giftiges CO2 einsparen, wie wenn wir den Innsbrucker Flughafen 20 Tage komplett sperren würden. Und wegen dieser kinderleichten Zusammenhänge geb ich eine Präventivpannenstreifenprovisoriumsprognose ab, bevor jetzt jemand mangels Pannenstreifenprotesten glaubt, wie hießen die Provisoriumspläne gut: In Tirol gibt's schon eine dritte Fahrspur und die ist gut genützt und sicherer, als jede Straße: Das ist die S Bahn mit 40.000 täglichen Fahrgästen. Die werden wir ausbauen - und die Pannenstreifen werden Pannenstreifen bleiben. 

Kommentare:

  1. Man kann sich natürlich bei jeder Gelegenheit über den Individualverkehr aufregen.Man könnte aber auch versuchen etwas besser zu machen. Zum Beispiel öffentlichen Nahverkehr zu vernünftigen Preisen (und nein über 600 EUR für Jahreskarten aus Innsbrucker Umlandgemeinden ohne Stadtverkehr ist kein vernünftiger Preis).

    Dazu müsste man natürlich in der Landesregierung sitzen. Oder - noch besser - das Verkehrsressort haben.

    Aber halt!
    Da war doch etwas...

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  2. Ich habe selten einen solchen Blödsinn gelesen. Schade um die Zeit.

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  3. Lesen Sie überhaupt die Kommentare hier, Frau Felipe?
    cosschtl nennt das Problem beim Namen! Die Busverbindungen in die Umlandgemeinden, die nicht bei den IVB sind, sind auch im Jahr 2015 schlecht, sowohl Richtung Oberland als auch Richtung Schwaz, wo einige Gemeinden liegen, die nicht keine Bahnhof im Dorf haben. Aber gut, darüber kann man hinwegsehen, wäre da nicht der Ticketpreis. Und ich spreche jetzt gar nicht von den Dauerkarten, sondern von den 8,80€, die ein Einzelticket für Erwachsene von Volders nach Innsbruck (13 km) kostet. Wer kommt auf solche Schnäppchen.. das Sozialressort? Wenn nicht gerade auf einem tollen Tagesparkplatz in der Grünen Zone geparkt werden muss, ist eine Anreise mit dem Auto um einiges billiger(!) als mit dem Bus, vor allem wenn mehrere Personen damit befördert werden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Dazu kommt ja noch, dass man, sobald man mal in Ibk ist, nochmals ein Ticket braucht, sollte man auf den Gedanken kommen, nicht zu Fuß zum Ziel zu gehen... Das Einzelticket kostet da ja nur schlappe 2,70€.. wenn das mal kein Anreiz zum Benutzen der Öffis ist ;)
    Wie schon gesagt, der Bahnhof ist nicht in jeder Gemeinde direkt im Ort, Busverbindungen meist schon. Anscheinend wird aber nur innerhalb des IVB Netztes für gute Takte im Bus-Verkehr gesorgt..

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