Mittwoch, 4. September 2013

Das 21. Jahrhundert muss das Jahrhundert der Schiene werden

Dr. Schmutzhard, DI Moser von der Abt. Verkehrsplanung, ich, Leo Huberts von der EU-Kommission


Ich durfte heute die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn in Innsbruck begrüßen. Wer die Damen und Herren sind und welche wichtige Aufgabe sie haben, durfte ich in meiner Eröffnungsrede skizzieren:


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn,

ich freue mich sehr, Sie heute zum zweiten Mal in diesem Sommer in Innsbruck begrüßen zu dürfen. Nach 100 Tagen in meinem neuen Amt als Mobilitätslandesrätin kann ich sagen: Man kann die Bedeutung des Ausbaus der Schieneninfrastruktur nicht hoch genug einschätzen. Vom Unterinntal über den Brenner bis zum Arlberg merken wir: Ob die Menschen in den Tiroler Längs- und Quer-, in den Haupt- und Nebentälern eine gute Lebensqualität vorfinden, ob unsere Kinder und Kindeskinder gute Luft zum Atmen haben, hängt zu einem großen Teil an der verfügbaren Qualität auf der Schiene.

Wir erleben vom äußersten Westen des Landes bis in den äußersten Südosten einen Ansturm der LKW-Frächter auf neue Straßen. Wir erleben Begehrlichkeiten nach zusätzlichen Routen für den Schwerverkehr. Und ich sage ganz klar und deutlich: Wenn wir unsere Lebensqualität aufrecht erhalten, müssen wir Pulsadern einer starken Wirtschaft und einer guten Versorgung der Alpentäler neu definieren: Nicht mehr die Straßen sollen es sein, sondern der Verkehr auf der Schiene wird in Zukunft Produkte in unser Land, aus unserem Land hinaus und durch unser Land bringen. Das wird nicht von heute auf morgen gehen, aber ich bin dafür, dass wir uns nicht mit Tempo 80, nicht mit Tempo 100 und auch nicht mit Tempo 120 sondern mit Tempo 180 daran machen, die Schiene zu stärken und Straßen und Menschen, die an den Straßen wohnen, zu entlasten.

Ich sehe dafür die Maßnahmen, die heute diskutiert werden, als wichtige Schritte. Ich bin froh, dass hier die besten ExpertInnen der drei Länder versammelt sind, um diese Transportrevolution auf den Weg zu schicken. Wir tragen gemeinsam eine große Verantwortung. Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des Straßenbaus und der Autoindustrie, das 21. Jahrhundert soll ein Schienenjahrhundert werden. Das geht aber nicht von selber - dafür braucht es Sie und Ihr Fachwissen und es braucht PolitikerInnen, die die Rahmenbedingungen für diesen Umbau schaffen. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für das Wohlergehen der Menschen, die es lieben, zwischen Patscherkofel und Nordkette, am Fuße des Kaisers und der Wildspitz und zwischen Großglockner und Arlberg zu leben. Diesen Menschen bin ich verantwortlich. Und deswegen haben Sie meine volle politische Unterstützung.

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